AdventskalenderBastelnBrauchtumDownloadLinksLiederGedichteWeihnachtsmärkteBilderGeschichtenKüchePostamt

Klassische Gedichte * Lustige Gedichte * Besinnliches * Gedichte für Kinder * Mundart Gedichte

Advent
Adventzeit
Als der Nikolaus kam
Am Tag vor Weihnachten
Auf Weihnachtsmanns Spuren
Bis Weihnachten ist`s nicht
Brich an, du schönes
Christkind im Walde

Christkinds Getreuer Knecht

Das Christkind
Das Weihnachtsbäumlein
Der gleitende Purpur
Der Nikolaus
Der Seelchenbaum
Der Stern
Der Traum
Der Weihnachtsaufzug
Der Weihnachtsabend Kellners
Der Weihnachtsmann spricht
Der Weihnachtsbaum
Der Weihnachtsstern
Der Winter ist ein rechter Mann
Die lustige Weihnacht
Die Weihnachtsmaus (C.Telker)

Epiphanias
Es treibt der Wind...
Im Advent

Im Dezember
Knecht Rupprecht
Knecht Rupprecht ( Original )
Leise fällt der Schnee
Liebesgedicht zumNikolaus
Lob des Essens
Markt und Straßen stehn verl.
Marsch der Puppen
Mich deucht ich sah ...

O schöne herrl. Weihnachtszeit
Pfefferkuchenmann
Sankt Nikolaus
Seht! Der jetzt h. vor euch steht
Tannengeflüster
Tierweihnacht
Vom Büblein auf dem Eis
Vom Himmel in die tiefsten
vom Honigkuchenmann
Weihnacht
Weihnachten feiern
Weihnachtsgebäck
Weihnachts-Kantilene
Weihnachtsläuten
Weihnachtslied
Weihnachtspost

Weihnachtswünsch Nimmersatt
Wir sagen euch an den lieben
Zur Weihnachtszeit


Sie sind der

Besucher in der
Weihnachtsstadt

Haftungsausschluss
Impressum
Gästebuch
Blog

zuletzt aktualisiert:
15.10.2011

© rolf_tischer@weihnachtsstadt.de GDH

 

Weihnacht

von Ernst v. Wildenbruch (1845-1909)


Die Welt wird kalt, die Welt wird stumm,
der Winter-Tod zieht schweigend um;
er zieht das Leilach weiß und dicht
der Erde übers Angesicht -
Schlafe - schlafe

Du breitgewölbte Erdenbrust,
du Stätte aller Lebenslust,
hast Duft genug im Lenz gesprüht,
im Sommer heiß genug geglüht,
nun komme ich, nun bist du mein,
gefesselt nun im engen Schrein -
Schlafe - schlafe

Die Winternacht hängt schwarz und schwer,
ihr Mantel fegt die Erde leer,
die Erde wird ein schweigend Grab,
ein Ton geht zitternd auf und ab:
Sterben - sterben.

Da horch - im totenstillen Wald
was für ein süßer Ton erschallt?
Da sieh - in tiefer dunkler Nacht
was für ein süßes Licht erwacht?
Als wie von Kinderlippen klingt's,
von Ast zu Ast wie Flammen springt's,
vom Himmel kommt's wie Engelsang,
ein Flöten- und Schalmeienklang:
Weihnacht! Weihnacht!

Und siehe - welch ein Wundertraum:
Es wird lebendig Baum an Baum,
der Wald steht auf, der ganze Hain
zieht wandelnd in die Stadt hinein.
Mit grünen Zweigen pocht es an:
»Tut auf, die sel'ge Zeit begann,
Weihnacht! Weihnacht!«

Da gehen Tür und Tore auf,
da kommt der Kinder Jubelhauf,
aus Türen und aus Fenstern bricht
der Kerzen warmes Lebenslicht.
Bezwungen ist die tote Nacht,
zum Leben ist die Lieb' erwacht,
der alte Gott blickt lächelnd drein,
des laßt uns froh und fröhlich sein!
Weihnacht! Weihnacht!