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Die Moosmann-Sage
Eine Sage aus dem Vogtland
eingeschickt von Anja
Die Moosmann-Sage
...beginnt mit einem jungen Burschen, welcher sehr arm war und sich in
die Tochter des Nachbarn verliebt hatte.
Da die wenigen Groschen als Holzfäller aber nicht für die Gründung
einer eigenen Familie reichten, ging der einst lustige Mann immer öfter
in den Wald, um sich abzulenken.
Als er eines Tages sehr spät auf dem Weg nach Hause war, sprang plötzlich
eine winzige Gestalt vor ihm auf den Weg und bat ihn, sehr schnell drei
Kreuze (die drei Kreuze stehen für: "Im Namen des Vaters,des
Sohnes und des Heiligen Geistes")
in den nächsten Baumstamm zu schlagen, weil der Wilde Jäger
mit seinem Gefolge komme, um sie töten.
Der junge Mann folgte sogleich der Bitte und kaum war er fertig, da brauste
auch schon die ganze Meute herbei, jedoch die Kreuze schützten die
beiden und der Jäger konnte ihnen nichts anhaben.
Die kleine Gestalt bedankte sich, noch immer zitternd bei dem jungen Burschen,
schenkte ihm zum Dank einen Zweig und verschwand unter einer Wurzel.
Erst jetzt begriff der Holzfäller, daß er ein Moosweibchen
vor dem Jäger gerettet hatte.
Da er nicht so recht wußte, was er mit dem kleinen Zweig anfangen
soll, steckte er ihn, ein Liedchen pfeifend an seinen Hut.
Als er zu Hause angekommen war und seinen Hut abnahm, staunte er nicht
schlecht, denn der Zweig hatte sich in reines Gold verwandelt.
Jetzt war sein Glück perfekt, den er konnte ein kleines Häuschen
bauen und sein Mädchen heiraten.
Als alter Mann noch erzählte er seinen Enkeln und Urenkeln die Geschichte
von den Moosleutchen im Wald und wie er für seine Hilfe einen Zweig
geschenkt bekam, der sich in Gold verwandelte.
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