AdventskalenderBastelnBrauchtumDownloadLinksLiederGedichteWeihnachtsmärkteBilderGeschichtenKüchePostamt

Klassisches * Besinnliches * Lustiges * Märchen * Sagen und Legenden * Wahre Geschichten * sonstige

 

Buchtips
Alltag im Advent
Der kleine Flori und der Nikolaus
Der Weihnachtsbaum im Niemandsland
Die erste Zigarette
Die Katze
Die Leihgabe
Die Weihnachtsgans
Ein Weihnachtsfest im Krieg
Eine seltsame Geschichte
Erinnerungen an die Kindheit
Gibt`s einen Weihnachtsmann ?
Lukasevangelium
Die Geburt Jesu

Mr. Santa
So entstand der Pharisäergrog
Später Besuch
Und das Christkind gibt es doch
Vom heiligen Martin
Von Freundschaft in Shanghai
Weihnacht in Bagdad
Weihnachten und Endorphine
Weihnachtsmann, meine schönste Rolle
Weihnachtsplätzchen
Zur Weihnachtszeit im Flüchtlingslager


Sie sind der

Besucher in der
Weihnachtsstadt

Haftungsausschluss
Impressum
Gästebuch
Blog

zuletzt aktualisiert:
08.11.2011


 

© rolf_tischer@weihnachtsstadt.de GDH
Die erste Zigarette
oder
Weihnachten ist erst morgen.
von Egon Oetjen

Weihnachten ist ja schon etwas Besonderes, jedenfalls für mich. Bis zum heutigen Tage ist der Heilige Abend etwas wunderbares für mich, nicht unbedingt der Geschenke wegen, nein, nein, dieser Tag überhaupt macht den Reiz aus.
So war das auch schon Weihnachten 1953. Ich war nun ja gerade fünf Jahre alt und Heiligabend stand vor der Tür. Natürlich durfte ich ja nicht wissen, das es keinen Weihnachtsmann gab, also hatten wir Drei, dass heißt, meine beiden älteren Brüder und ich als kleiner Duddsack, die Wohnung, zu verlassen.
Vater und Mutter schickten uns nach draußen, was bei dem kalten und feuchten Dezemberwetter eigentlich nur hieß, rein in den alten Schuppen. Darin waren wir jedenfalls so einigermaßen vor der nassen Kälte geschützt. Ein alter, zugiger Schuppen, in dem Brennmaterial wie Holz, Torf und Kohlen lagerte. Er bestand größtenteils aus zusammengenagelten Brettern und Blechtafeln, die aus alten Ölfässern hergestellt waren. Daher war das Ganze auch recht löchrig und der eisige Wind pfiff durch die Ritzen.
In diesem Verschlag saßen wir drei Buben nun und warteten auf den Weihnachtsmann. Irgendwann wurde uns die ganze Geschichte zu langweilig und einer der beiden Großen kam auf die glorreiche Idee, irgendetwas nützliches zu machen.
Ich weiß ja nun nicht, wie er gerade darauf kam, aber Rauchen ist bei Jungens ja immer angesagt. Die so genannte Zigarette sah dann aber eher aus wie eine Trompete. Außen zusammengerolltes Zeitungspapier und drinnen richtig guter Tabak, den die Beiden vom vielen Torfstreu, der dort auf dem Boden lag, "geerntet" hatten.
Ich brauchte in meinem zarten Alter nur einen guten Zug an dieser "Zieh-garette", natürlich auf Lunge. Dann war Weihnachten für mich vorbei, denn erstens wurde eine neue Hose für mich benötigt und zweitens gab es gehörig welche vor den Hintern.
Dieser Zug hatte bei mir eine durchschlagende Wirkung. Geschenke wurden dann übrigens erst am nächsten Tag verteilt. Da war der Weihnachtsmann allerdings schon lange nicht mehr da, aber zum Glück hatte er die Geschenke dagelassen.